Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 2026-04-27

Anbieter:

Melvin Ciurletti

Stäudach 154

72074 Tübingen

Deutschland

E-Mail: hello@faer.app

Nachfolgend "FAER" oder "Anbieter" genannt.


§1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für sämtliche Verträge zwischen dem Anbieter und dem Nutzer (nachfolgend "Aussteller") über die Nutzung der Plattform FAER, erreichbar unter https://www.faer.app und zugehörigen Subdomains.

(2) Das Angebot von FAER richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des §14 BGB. Verbraucher im Sinne des §13 BGB sind von der Nutzung kostenpflichtiger Leistungen ausgeschlossen. Mit der Registrierung und spätestens mit dem Abschluss einer kostenpflichtigen Buchung bestätigt der Aussteller, als Unternehmer zu handeln und FAER ausschließlich für seine gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit zu nutzen.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Ausstellers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zugestimmt hat.

(4) Die jeweils gültige Fassung dieser AGB ist jederzeit unter https://www.faer.app/de/terms abrufbar.


§2 Vertragsgegenstand und Leistungen

(1) FAER ist eine Online-Plattform zur Unterstützung von Ausstellern auf Messen und vergleichbaren Veranstaltungen. FAER ermöglicht es Ausstellern insbesondere:

a) Produkte und Produktinformationen inklusive digitaler Broschüren (PDF-Dateien) zu verwalten;

b) QR-Codes zu generieren, über die Besucher einer Messe die Produktinformationen des Ausstellers abrufen und die Broschüren in einer persönlichen Mappe speichern können;

c) Analysen über die Nutzung der Produktseiten und QR-Codes einzusehen;

d) Einwilligungen von Besuchern zur Kontaktaufnahme ("Leads") einzuholen, zu verwalten und zu exportieren;

e) Events zu buchen — kostenfrei im Free-Tier oder kostenpflichtig im Pay-per-day-Modell — und hierüber event-bezogene Kurz-Links bzw. QR-Codes zu nutzen; Einzelheiten regelt §7.

(2) Der konkrete Umfang der Leistungen ergibt sich aus der jeweils aktuellen Beschreibung auf der Plattform FAER sowie aus den Bestimmungen dieser AGB.

(3) FAER behält sich vor, den Funktionsumfang der Plattform zu erweitern, zu ändern oder einzuschränken, sofern dies für den Aussteller zumutbar ist und den vereinbarten Leistungsumfang nicht wesentlich beeinträchtigt.


§3 Zielgruppe und Ausschluss von Verbrauchern

(1) Die vertraglichen Leistungen unter diesen AGB richten sich ausschließlich an gewerbliche und selbständige Messe-Aussteller; eine Nutzung des Ausstellerbereichs sowie der kostenpflichtigen Leistungen durch Verbraucher i.S.d. §13 BGB ist ausgeschlossen. Für Besucher, die über QR-Codes auf Produktseiten zugreifen oder Broschüren in der Mappe speichern, besteht kein Vertragsverhältnis unter diesen AGB; insoweit gelten die Datenschutzerklärung sowie die in der Mappe angezeigten Einwilligungs- und Nutzungshinweise.

(2) Der Aussteller bestätigt im Rahmen der Registrierung durch Angabe eines Unternehmensnamens sowie spätestens beim kostenpflichtigen Checkout durch aktives Anklicken einer entsprechenden Checkbox, dass er als Unternehmer handelt. Die Bestätigung wird zum Zwecke der Beweissicherung zeit- und IP-bezogen (gehasht) protokolliert.

(3) Da die Plattform ausschließlich für Unternehmer bestimmt ist, findet das Widerrufsrecht gemäß §§312g, 355 BGB keine Anwendung. Für Rückerstattungen gilt ausschließlich §11 dieser AGB.


§4 Vertragsschluss

(1) Der Aussteller kann sich auf der Plattform FAER kostenfrei registrieren. Die Registrierung erfolgt durch Angabe einer E-Mail-Adresse und eines Unternehmensnamens sowie durch Bestätigung über einen per E-Mail versendeten Magic-Link (Passwortlose Authentifizierung).

(2) Mit der Registrierung kommt ein unentgeltlicher Rahmen-Nutzungsvertrag für die kostenfreien Grundfunktionen der Plattform zwischen dem Aussteller und dem Anbieter zustande.

(3) Kostenpflichtige Event-Buchungen werden als gesonderter Nutzungsvertrag zwischen dem Aussteller und dem Anbieter geschlossen. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Lemon Squeezy (§10) als Merchant of Record; der Kaufvertrag über die Zahlungsleistung kommt insoweit zwischen dem Aussteller und Lemon Squeezy zustande. Der Nutzungsvertrag zwischen dem Aussteller und dem Anbieter kommt zustande durch:

a) Auswahl des Event-Zeitraums und Bestätigung der Unternehmereigenschaft auf der Plattform,

b) erfolgreichen Abschluss des Zahlungsvorgangs bei Lemon Squeezy,

c) Eingang der Zahlungsbestätigung durch den Webhook order_created beim Anbieter.

Mit Eingang der Zahlungsbestätigung wird der Event-Datensatz aktiviert und die Leistungen des Anbieters werden freigeschaltet.

(4) Der Anbieter speichert den Vertragstext nach dem Vertragsschluss nicht separat zugänglich. Der Aussteller erhält jedoch per E-Mail eine Buchungsbestätigung, die die wesentlichen Vertragsdaten enthält.

(5) Als Vertragssprachen stehen Deutsch und Englisch zur Verfügung. Maßgeblich für den jeweiligen Vertrag ist die Sprachfassung der AGB, der der Aussteller beim Vertragsschluss zugestimmt hat. Bei inhaltlichen Abweichungen zwischen der deutschen und der englischen Fassung ist die deutsche Fassung maßgeblich.


§5 Nutzerkonto und Zugangsdaten

(1) Der Aussteller ist verpflichtet, seine Zugangsdaten (insbesondere die bei der Registrierung verwendete E-Mail-Adresse) vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. FAER verwendet ein passwortloses Authentifizierungsverfahren auf Basis kurzlebiger Magic-Links, die pro Anforderung einmalig gelten.

(2) Der Aussteller ist verpflichtet, die bei der Registrierung angegebenen Pflichtdaten — Unternehmensname und die zur Authentifizierung verwendete E-Mail-Adresse — wahrheitsgemäß, vollständig und aktuell zu halten.

(3) Der Aussteller ist verpflichtet, den Anbieter unverzüglich über eine unbefugte Nutzung seines Kontos oder einen Verlust der Kontrolle über die zur Authentifizierung verwendete E-Mail-Adresse zu informieren.

(4) Für sämtliche Aktivitäten, die über das Konto des Ausstellers erfolgen, haftet der Aussteller, bis er den Anbieter gemäß Absatz 3 über eine unbefugte Nutzung informiert hat. Die Haftung entfällt, soweit der Aussteller die unbefugte Nutzung nicht zu vertreten hat.


§6 Leistungen von FAER

(1) Der Anbieter stellt dem Aussteller die Plattform FAER im jeweils auf der Plattform beschriebenen Funktionsumfang zur Verfügung. Der Anbieter ist bemüht, eine Verfügbarkeit der Plattform von mindestens 99 % im Jahresmittel zu gewährleisten, schuldet diese Verfügbarkeit jedoch nicht rechtsverbindlich. Ein rechtsverbindliches Service Level Agreement (SLA) mit festgelegten Verfügbarkeiten, Reaktionszeiten oder Vertragsstrafen besteht nicht, soweit nicht ausdrücklich mit dem Aussteller einzelvertraglich vereinbart.

(2) Keine Mängel der Leistung sind: angekündigte Wartungsfenster, Ausfälle aufgrund höherer Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, Pandemien, Streik, Krieg, behördliche Anordnungen, großflächige Internet- oder Stromausfälle, Cyberangriffe Dritter), Ausfälle der vom Anbieter eingesetzten Infrastruktur- und Zahlungsdienstleister, soweit diese außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen, sowie notwendige sicherheits- oder kapazitätsbedingte Eingriffe. Die gesetzliche Haftung bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie die Haftungsregelungen in §17 dieser AGB bleiben unberührt.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, Wartungsarbeiten, welche die Erreichbarkeit der Plattform beeinträchtigen, nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchzuführen und hierüber im Voraus zu informieren.

(4) Der Anbieter führt regelmäßige Datensicherungen der Plattform-Datenbank durch. Der Aussteller ist gleichwohl verpflichtet, eigene Exporte wichtiger Daten (insbesondere erfasster Leads) über die in der Plattform bereitgestellten Exportfunktionen vorzunehmen und gesondert zu sichern. Eine darüber hinausgehende Pflicht des Anbieters zur Wiederherstellung einzelner, vom Aussteller gelöschter oder fehlerhaft bearbeiteter Daten besteht nicht.


§7 Produktseiten, Event-Kurz-Links und Mappen-Verweise

(1) Die Bereitstellung einer Produktseite ist nicht zeitlich an ein Event gebunden. Eine vom Aussteller angelegte Produktseite ist unter ihrer festen URL öffentlich abrufbar, bis der Aussteller das zugehörige Produkt oder sein Ausstellerkonto löscht. Analytics zu einer Produktseite können event-übergreifend erfasst und ausgewertet werden.

(2) Die im Rahmen einer Event-Buchung (§§8 und 9) bereitgestellten event-bezogenen Kurz-Links und QR-Codes sind auf die Laufzeit des jeweiligen Events beschränkt und verlieren mit dessen Ablauf ihre Gültigkeit. Die Bereitstellung der zugrundeliegenden Produktseite sowie die Verfügbarkeit der produktbezogenen Analytics bleiben hiervon unberührt.

(3) Speichert ein Besucher ein Produkt in seiner Mappe, handelt es sich dabei um einen technischen Verweis auf die zugehörige Produktseite und nicht um eine eigenständige Kopie der Produktinhalte beim Besucher. Ändert oder löscht der Aussteller das Produkt, wirkt sich dies entsprechend auf den Mappen-Verweis aus. Mitteilungs-, Vorhalte- oder Aufbewahrungspflichten des Anbieters gegenüber Besuchern entstehen aus dem Mappen-Verweis nicht; etwaige eigene gesetzliche Pflichten des Ausstellers gegenüber Besuchern bleiben unberührt.


§8 Free-Tier

(1) Der Anbieter stellt dem Aussteller ein einziges kostenloses Event mit einer Dauer von bis zu 3 Tagen zur Verfügung ("Free-Tier"). Der Anspruch ist kumulativ begrenzt auf jeweils einen einmaligen Free Event Claim pro E-Mail-Adresse und pro Ausstellerkonto: Weder die Anlage eines neuen Ausstellerkontos unter einer bereits für einen Free Event Claim verwendeten E-Mail-Adresse noch ein Eigentümerwechsel eines bestehenden Ausstellerkontos begründet einen erneuten Anspruch auf den Free-Tier.

(2) Der Free-Tier-Anspruch ist nicht auf andere Personen oder E-Mail-Adressen übertragbar. Der Versuch, den Anspruch mehrfach durch Anlegen mehrerer Konten zu nutzen, stellt einen Verstoß gegen diese AGB dar und berechtigt den Anbieter zur Sperrung aller betroffenen Konten.

(3) Der Anbieter behält sich vor, den Umfang oder die Bedingungen des Free-Tiers für zukünftige Buchungen zu ändern oder einzustellen. Bereits aktive Free-Tier-Events bleiben von solchen Änderungen unberührt.


§9 Kostenpflichtige Events (Pay-per-day)

(1) Über den Free-Tier hinaus kann der Aussteller Events kostenpflichtig buchen. Die Abrechnung erfolgt pro Event-Tag ("Pay-per-day").

(2) Der Preis pro Event-Tag beträgt zum Zeitpunkt der Inkraftsetzung dieser AGB 99,00 € (Nettopreis). Die gegebenenfalls gesetzlich geschuldete Umsatzsteuer wird durch Lemon Squeezy (§10) abhängig vom Sitzland des Ausstellers zusätzlich erhoben und auf der Rechnung von Lemon Squeezy ausgewiesen. Der jeweils im Buchungsvorgang angezeigte Gesamtbetrag ist für den Aussteller verbindlich.

(3) Die minimale Buchungsdauer beträgt 1 Tag, die maximale Buchungsdauer 30 Tage je Event. Eine Verlängerung bereits gebuchter Events ist nicht vorgesehen; für einen längeren Nutzungszeitraum ist eine neue Buchung erforderlich.

(4) Der Anbieter ist Kleinunternehmer gemäß §19 UStG und weist gegenüber dem Aussteller keine Umsatzsteuer aus. Die Rechnungsstellung an den Aussteller erfolgt durch Lemon Squeezy; Einzelheiten der Zahlungsabwicklung regelt §10.

(5) Pro gebuchtem Event können bis zu 100 Produkte in die Lineup aufgenommen werden. Für den Free-Tier (§8) gilt eine Obergrenze von 20 Produkten pro Event.


§10 Preise, Zahlungsabwicklung und Lemon Squeezy

(1) Die Zahlungsabwicklung für kostenpflichtige Event-Buchungen erfolgt ausschließlich über den externen Dienstleister Sold through Link, LLC (f/k/a Lemon Squeezy LLC), 222 South Main Street, Suite 500, Salt Lake City, UT 84101, USA, handelnd unter der Marke "Lemon Squeezy" (nachfolgend "Lemon Squeezy"). Lemon Squeezy fungiert als Merchant of Record und ist damit Vertragspartner für den Zahlungsvorgang selbst.

(2) Der Aussteller wird während des Buchungsvorgangs auf ein von Lemon Squeezy betriebenes Hosted-Checkout-Portal weitergeleitet, in dem er die Zahlungsart auswählt und die Zahlung abschließt. Die Geschäftsbedingungen und Datenschutzhinweise von Lemon Squeezy werden dem Aussteller im Checkout-Portal angezeigt und verlinkt; für die Zahlungsabwicklung gelten diese vorrangig.

(3) Nach Eingang der Zahlung bei Lemon Squeezy erhält der Anbieter über den Webhook order_created eine Bestätigung. Erst zu diesem Zeitpunkt wird der Event-Datensatz beim Anbieter aktiviert und steht dem Aussteller zur Nutzung zur Verfügung.

(4) Sollte die Zahlung aus Gründen, die der Aussteller zu vertreten hat, nicht erfolgreich abgeschlossen werden, kommt kein Vertrag über die kostenpflichtige Event-Buchung zustande.

(5) Initiiert der Aussteller nach erfolgreichem Vertragsschluss ohne Rechtsgrund eine Rücklastschrift, ein Chargeback oder eine Zahlungsstornierung, ist der Anbieter berechtigt, den Aussteller für die hierdurch entstandenen und von Lemon Squeezy an den Anbieter weiterberechneten Gebühren in Regress zu nehmen sowie das Ausstellerkonto bis zur vollständigen Klärung zu sperren. Gesetzliche Rechte des Ausstellers auf Rückabwicklung bei berechtigten Einwänden (§11 Abs. 3) bleiben unberührt.


§11 Ausschluss der Rückerstattung

(1) Nach erfolgreichem Abschluss einer kostenpflichtigen Event-Buchung gemäß §9 sind Rückerstattungen des gezahlten Betrags ausgeschlossen. Der Aussteller hat weder vor noch nach Beginn des gebuchten Event-Zeitraums einen Anspruch auf (auch nur anteilige) Rückerstattung. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn der Aussteller die gebuchte Leistung tatsächlich nicht oder nur teilweise in Anspruch nimmt.

(2) Der Anbieter weist den Aussteller im Buchungsvorgang vor Abschluss der kostenpflichtigen Buchung ausdrücklich und unmissverständlich auf den Ausschluss der Rückerstattung hin. Mit Abschluss des Zahlungsvorgangs bestätigt der Aussteller, von diesem Hinweis Kenntnis genommen zu haben und mit dem Rückerstattungsausschluss einverstanden zu sein.

(3) Die gesetzlichen Mängelrechte des Ausstellers bei mangelhafter Leistungserbringung durch den Anbieter bleiben unberührt. Im Falle eines vom Anbieter zu vertretenden Mangels steht dem Aussteller zunächst ein Anspruch auf Nacherfüllung zu, in der Regel durch Verlängerung des betroffenen Event-Zeitraums um die Dauer der Nichterfüllung. Erst wenn die Nacherfüllung fehlschlägt, unmöglich oder unzumutbar ist, kann der Aussteller nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen Minderung oder Rücktritt vom Vertrag verlangen.

(4) Einmal bereits durch den Aussteller aus der Plattform exportierte Daten (insbesondere Lead-Listen als CSV-Datei) sind durch eine etwaige Rückabwicklung oder durch nachträgliche Consent-Widerrufe der betroffenen Besucher technisch nicht "zurückrufbar". Der Aussteller ist für den weiteren Umgang mit bereits exportierten Daten selbst verantwortlich (siehe §15).


§12 Pflichten des Ausstellers

(1) Der Aussteller verpflichtet sich, die Plattform nur im Rahmen der geltenden Gesetze und dieser AGB zu nutzen. Dies umfasst insbesondere:

a) die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften, insbesondere der DSGVO und des BDSG, bei der Verarbeitung personenbezogener Daten von Besuchern (Leads), einschließlich der Pflicht, in der eigenen Datenschutzerklärung in angemessener Weise auf die Verarbeitung über die Plattform FAER hinzuweisen;

b) das Verbot, rechtswidrige, irreführende, diskriminierende, gewaltverherrlichende, jugendgefährdende oder die Rechte Dritter verletzende Inhalte auf der Plattform einzustellen;

c) die Einhaltung bestehender Rechte Dritter, insbesondere Marken-, Urheber- und Persönlichkeitsrechte, an allen vom Aussteller hochgeladenen Inhalten (Produktbeschreibungen, Bilder, PDF-Broschüren).

(2) Der Aussteller ist verpflichtet, die auf der Plattform jeweils angezeigten technischen Beschränkungen (z. B. maximale Dateigröße für Broschüren) einzuhalten. Der Anbieter ist berechtigt, diese Beschränkungen aus betrieblichen oder technischen Gründen anzupassen.

(3) Der Aussteller ist für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit sämtlicher bereitgestellter Inhalte allein verantwortlich. Der Anbieter übernimmt keine Prüfpflicht hinsichtlich der inhaltlichen Korrektheit.

(4) Der Aussteller verpflichtet sich darüber hinaus,

a) keine Maßnahmen zu unternehmen, die die Funktionsfähigkeit, Integrität oder Sicherheit der Plattform beeinträchtigen; dies umfasst insbesondere das Verbot, Schadsoftware (einschließlich in hochgeladene Dateien wie PDF-Broschüren eingebetteter schädlicher Skripte oder ausführbaren Codes) einzubringen, Angriffe auf die Infrastruktur des Anbieters oder seiner Subunternehmer durchzuführen sowie technische Schutzmaßnahmen zu umgehen;

b) die Plattform nicht mittels automatisierter Verfahren (Scraping, Bots, Crawler) ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters zu nutzen;

c) die Plattform weder ganz noch teilweise einem Reverse Engineering zu unterziehen, es sei denn, dies ist gesetzlich zwingend gestattet;

d) die im Rahmen des Vertrages erbrachten Leistungen nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters an Dritte weiterzuverkaufen, unterzuverlizensieren oder sonst zur Nutzung zu überlassen.


§13 Inhalte des Ausstellers und Haftung

(1) Der Aussteller räumt dem Anbieter an allen im Rahmen der Nutzung der Plattform hochgeladenen Inhalten (insbesondere Produktbeschreibungen, Bildern, PDF-Broschüren; nachfolgend "Inhalte") das einfache, unentgeltliche, zeitlich auf die Vertragsdauer beschränkte, geografisch unbeschränkte Nutzungsrecht ein, das zur Erbringung der vertraglich geschuldeten Leistungen erforderlich ist. Dies umfasst insbesondere das Speichern, Vervielfältigen, Übertragen, Anzeigen und Bereitstellen der Inhalte gegenüber Besuchern der Plattform.

(2) Das Nutzungsrecht besteht für die Dauer, in der der jeweilige Inhalt vom Aussteller auf der Plattform bereitgestellt wird, und endet mit Löschung des zugehörigen Produkts oder des Ausstellerkontos durch den Aussteller. Da Verweise in Besucher-Mappen den aktuellen Stand der jeweiligen Produktseite abbilden und bei Löschung des Produkts entsprechend leerlaufen, bedarf es für diese Darstellung keiner über das vorstehende Nutzungsrecht hinausgehenden Lizenzierung. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten bleiben unberührt.

(3) Der Aussteller stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die gegen den Anbieter aufgrund eines rechtswidrigen oder vertragswidrigen Verhaltens des Ausstellers oder aufgrund der vom Aussteller bereitgestellten Inhalte geltend gemacht werden. Dies schließt angemessene Kosten der Rechtsverteidigung ein. Der Anbieter wird den Aussteller über derartige Ansprüche unverzüglich informieren und ihm Gelegenheit zur Mitwirkung an der Rechtsverteidigung geben; eine Anerkennung von Ansprüchen oder ein Vergleich ohne vorherige Abstimmung mit dem Aussteller erfolgt nur, soweit dies nach den Umständen geboten ist.

(4) Der Anbieter übernimmt gemäß § 7 DDG i.V.m. Art. 4–8 Digital Services Act (DSA), insbesondere Art. 6 DSA (Hosting) (vormals §§ 7, 10 TMG), keine Haftung für fremde Inhalte, insbesondere nicht für die vom Aussteller hochgeladenen Inhalte, soweit er keine Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten hat. Bei Kenntniserlangung wird der Anbieter derartige Inhalte unverzüglich entfernen. Meldungen rechtswidriger Inhalte können an die im Impressum angegebene Kontaktadresse gerichtet werden.


§14 Datenschutz und DSGVO

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Ausstellers sowie der Besucher der Plattform im Einklang mit den Bestimmungen der DSGVO, des BDSG und weiterer anwendbarer Datenschutzgesetze. Details zur Datenverarbeitung, zu den Zwecken, zu den Rechtsgrundlagen, zu den Empfängern und zu den Rechten der Betroffenen sind der Datenschutzerklärung unter https://www.faer.app/de/privacy zu entnehmen.

(2) Soweit der Aussteller im Rahmen der Nutzung der Plattform personenbezogene Daten der Besucher (Leads) verarbeitet — insbesondere durch die Einholung von Einwilligungen zur Kontaktaufnahme — ist der Aussteller selbst Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO für diese Verarbeitung. Der Anbieter stellt lediglich die technische Infrastruktur zur Erfassung, Verwaltung und zum Export der eingesammelten Daten zur Verfügung. Der Anbieter verarbeitet Lead-Daten ausschließlich zur Erbringung der vertraglich geschuldeten Leistung und im Rahmen der Weisungen des Ausstellers. Eine Nutzung der Lead-Daten zu eigenen Zwecken des Anbieters, insbesondere zu eigenem Marketing, aussteller­übergreifendem Profiling oder zum Training von Modellen mit personen­bezogenen Daten, findet nicht statt.

(3) Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Ausstellers verarbeitet — insbesondere Lead-Daten im Sinne des §15 —, liegt eine Auftragsverarbeitung i.S.d. Art. 28 DSGVO vor. Die Einzelheiten regelt der gesonderte Auftragsverarbeitungsvertrag (nachfolgend "AVV"). Der AVV ist in der jeweils geltenden Fassung unter https://www.faer.app/de/dpa abrufbar und wird durch ausdrückliche Bezugnahme in diese AGB einbezogen. Mit Annahme dieser AGB stimmt der Aussteller dem AVV in der zum Zeitpunkt der Registrierung geltenden Fassung zu; der AVV wird damit zum Bestandteil des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Der Anbieter dokumentiert den Zeitpunkt der Zustimmung, das zustimmende Aussteller-Konto sowie die jeweils geltende Vertragsfassung.

(4) Änderungen des AVV, die den Aussteller nicht unzumutbar benachteiligen, werden dem Aussteller mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform angekündigt. §19 gilt entsprechend. Die Regelungen des AVV zur Beauftragung und zum Austausch von Unterauftragsverarbeitern (§4 AVV) bleiben unberührt.


§15 Consent-Mechanik und Lead-Management

(1) Die Einwilligung eines Besuchers zur Erhebung und Verarbeitung seiner Kontaktdaten durch den Aussteller (nachfolgend "Consent") erfolgt ausschließlich aktiv durch den Besucher über die Plattform. Pre-selektierte oder vorausgefüllte Einwilligungsmechanismen sind unzulässig und werden von der Plattform nicht unterstützt.

(2) Der Consent wird mit Zeitstempel, dem Wortlaut des dem Besucher angezeigten Einwilligungstexts, dem Zweck der Datenverarbeitung und der Identität des jeweiligen Ausstellers in einem Consent-Log gespeichert. Der Aussteller erhält hierüber einen Nachweis im Sinne des Art. 7 Abs. 1 DSGVO.

(3) Der Besucher kann seine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Mit Wirksamwerden des Widerrufs wird die betreffende Lead-Datenzeile aus den für den Aussteller abrufbaren Live-Leads entfernt. Der Widerruf sowie die ursprünglich erteilte Einwilligung werden im Consent-Log für Nachweiszwecke weiter dokumentiert.

(4) Wichtiger Hinweis: Eine einmal vom Aussteller aus der Plattform exportierte Datei (z. B. CSV-Export einer Lead-Liste) kann durch einen nachträglichen Consent-Widerruf des Besuchers nicht zurückgerufen oder gelöscht werden. Der Aussteller ist nach erfolgtem Export selbst dafür verantwortlich, die widerrufenen Datensätze aus seinen eigenen Systemen zu entfernen bzw. deren weitere Verarbeitung einzustellen. Der Anbieter weist den Aussteller auf diese Verantwortung beim Export ausdrücklich hin.


§16 Datenlöschung und Datenexport

(1) Der Aussteller kann seine Daten und sein Konto jederzeit auf der Plattform löschen. Vor der endgültigen Kontolöschung weist die Plattform den Aussteller auf die Möglichkeit eines Datenexports gemäß Absatz 4 hin. Nach Löschung werden sämtliche personenbezogenen Daten des Ausstellers, die zugehörigen Event-Daten sowie die im Auftrag des Ausstellers verarbeiteten Lead-Daten innerhalb von 30 Tagen unwiderruflich aus den Produktivsystemen entfernt, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht (insbesondere nach §147 AO oder §257 HGB) eine längere Aufbewahrung verlangt. Aus routinemäßigen Datensicherungen werden die Daten im Rahmen des normalen Rotationszyklus entfernt, spätestens jedoch 90 Tage nach der Kontolöschung.

(2) Für steuerliche und buchhalterische Zwecke werden Rechnungsdaten und Zahlungsnachweise für die Dauer der jeweils einschlägigen gesetzlichen Aufbewahrungspflichten aufbewahrt (je nach Dokumenttyp zwischen sechs und zehn Jahren, insbesondere gemäß §§ 147 AO, 257 HGB sowie § 14b UStG; für Buchungsbelege gilt seit dem 01.01.2025 eine verkürzte Frist von acht Jahren). Diese Daten werden für keine anderen Zwecke verwendet und sind durch technische und organisatorische Maßnahmen geschützt.

(3) Broschüren (PDF-Dateien) werden während des Bestehens des Ausstellerkontos im konfigurierten Storage-Backend gespeichert. Nach Kündigung des Accounts werden die PDFs innerhalb von 30 Tagen aus dem Storage-Backend gelöscht.

(4) Der Aussteller kann über die Plattform jederzeit einen Export seiner Daten anfordern. Der Export umfasst die Lead-Daten einschließlich der zugehörigen Consent-Nachweise, ein vollständiges Consent-Log (einschließlich widerrufener Einwilligungen zu Nachweiszwecken) sowie die Produktkonfiguration. Die Bereitstellung erfolgt als CSV- bzw. JSON-Datei.


§17 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen.

(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen.

(3) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Aussteller regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Bei anderen als Kardinalpflichten haftet der Anbieter bei einfacher Fahrlässigkeit nicht.

(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie aus einer Garantie bleibt unberührt.

(5) Eine darüber hinausgehende Haftung, insbesondere für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder ausgefallene Geschäftsabschlüsse, ist ausgeschlossen, sofern sie nicht von den vorstehenden Absätzen umfasst ist.

(6) Die Haftungsbeschränkungen gelten entsprechend für die persönliche Haftung der Mitarbeiter, gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.


§18 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der unentgeltliche Rahmen-Nutzungsvertrag gemäß §4 Abs. 2 wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Er kann von beiden Parteien jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden. Der Aussteller kündigt über die in §16 Abs. 2 genannte Löschfunktion der Plattform oder per E-Mail an hello@faer.app. Der Anbieter kündigt per E-Mail an die hinterlegte Adresse des Ausstellers. Eine Kündigung durch den Aussteller während einer aktiven kostenpflichtigen Event-Buchung bewirkt zugleich deren Beendigung; ein Anspruch auf Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen besteht gemäß §11 nicht. Auf diese Rechtsfolge wird im Löschvorgang gesondert hingewiesen.

(2) Kostenpflichtige Event-Buchungen enden automatisch mit Ablauf des gebuchten Zeitraums. Eine vorzeitige Kündigung einer kostenpflichtigen Event-Buchung ist ausgeschlossen; Rückerstattungen werden gemäß §11 nicht gewährt.

(3) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Aussteller wiederholt oder schwerwiegend gegen diese AGB verstößt, insbesondere durch das Einstellen rechtswidriger Inhalte oder durch die Umgehung der Free-Tier-Beschränkungen durch das Anlegen mehrerer Konten. Im Fall einer außerordentlichen Kündigung durch den Anbieter aus einem vom Aussteller zu vertretenden Grund besteht kein Anspruch auf Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen für laufende oder künftige Event-Buchungen.


§19 Änderung der AGB

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies aus rechtlichen, regulatorischen oder funktionalen Gründen erforderlich ist und die Änderungen dem Aussteller zumutbar sind. Änderungen der Hauptleistungspflichten (insbesondere Preise und wesentlicher Leistungsumfang) sind hiervon nicht erfasst und bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Ausstellers.

(2) Änderungen werden dem Aussteller mindestens 6 Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail an die hinterlegte Adresse oder über eine Benachrichtigung in der Plattform bekannt gegeben. Widerspricht der Aussteller nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Aussteller hat das Recht, den Vertrag bis zum Inkrafttreten der Änderung mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt außerordentlich zu kündigen. Auf die Rechtsfolge des Schweigens sowie auf das Sonderkündigungsrecht wird in der Änderungsmitteilung gesondert hingewiesen.

(3) Im Falle eines Widerspruchs steht dem Anbieter ein außerordentliches Kündigungsrecht zu, soweit die Fortführung des Vertrags zu den ursprünglichen Bedingungen für ihn unzumutbar ist.


§20 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Aussteller Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters. Der Anbieter ist berechtigt, den Aussteller auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.

(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(4) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags einschließlich dieser Schriftformklausel bedürfen der Textform (z. B. E-Mail).


Stand dieser AGB: 2026-04-27